Offene Befreiung von 6 Hühnern aus Freilandhaltung / Sommer 2013

Im Sommer 2013 haben Freiwillige von Animal Equality sechs Legehennen aus einer Freilandhaltung in Deutschland gerettet. Dort lebten die Tiere zu Tausenden zusammengepfercht und wären getötet worden, wenn sie mit zunehmendem Alter – spätestens nach 1,5 Jahren – weniger Eier legen. Wir haben die Zustände in dem Betrieb dokumentiert und das Leiden der dort gefangen gehaltenen Tiere festgehalten. Die Geschichte der sechs Hennen, die leben werden, soll hier erzählt werden.

Ihr Schicksal war von Geburt an vorbestimmt worden: Sinn und Zweck ihres Lebens sollte es sein, Eier zu legen. Ihre Körper wurden so gezüchtet, dass sie jeden Tag ungefähr ein Ei legen, viel mehr als für ihre Körper auf Dauer ertragen können. Sie werden mit Tausenden anderen Hennen zusammengepfercht. Die riesige Anzahl anderer Tiere um sie herum bedeutet Dauerstress für sie: sie sind verstört und fangen an, sich gegenseitig die Federn herauszureißen, um eine Art Rangordnung zu durchzusetzen. Bei so vielen Tieren ist das jedoch schier unmöglich. Einige ihrer Artgenossinnen sterben an Entzündungen, andere erleiden wochenlang unvorstellbare Schmerzen, bis sie an ihren Verletzungen oder Krankheiten sterben. Doch es erwartet sie ein noch traurigeres Schicksal. In jungem Alter, meist nach 1,5 Jahren, werden sie durch den Stress und das ständige Eierlegen so ausgelaugt sein, dass sie für die Betreiber nicht mehr profitabel sind. Dann werden sie in Kisten gestopft und mit einem Transporter zum Schlachthof gefahren, wo ihr kurzes Leben endet.

Doch für diese sechs Hennen kam alles anders. Sie leben nun unter der Aufsicht von verantwortungsbewussten Menschen ein Leben in Freiheit auf einem Lebenshof. Ihre Federn wachsen langsam nach und sie genießen es, zusammen im Gras zu picken oder Staubbäder zu nehmen. Für sie hat ein neues Leben begonnen.

 Fotogalerie der Offenen Befreiung:

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Das Video zeigt die Offene Befreiung: